Der Grenzweg
wandern auf urwüchsigem Pfad
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Über 8 km verläuft dieser Abschnitt der alten Landesgrenze, welche Baden  und Württemberg trennte - (offiziell bis 1952).
Wir wandern vom Kniebis zum Zwieselberg. Je nach Witterung und Jahreszeit zeigt sich der Weg von gut begehbar bis zu einem urwüchsigen Erlebnis. Im Sommer und Herbst zum Teil durch Pflanzen überwuchert - nach Regenfällen morastig und nur mit entsprechenden Schuhen zu begehen. Was wir hier finden ist die
fast absolute Ruhe - denn begleitet werden wir nur von den Klängen und Eindrücken der Natur: Den vielstimmigen Melodien der Vögel,
dem Summen der Insekten, farbenprächtige Pflanzen - wie den Fingerhut, die Weidenröschen oder das Fuchssche Greiskraut.
Natürlich zur reifen Zeit die Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Pilze zum essen oder zur farbenfrohen Deko
des Waldes (Fliegenpilze)
 

 Grenzstein "Württembergische Wappenseite"
mit laufender Nummer (33)
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 Wir sollten uns die Zeit nehmen -
einfach mal hinzusitzen - und wenn wir keine Bank finden - dann einfach auf einen Stein oder Baumstumpf.
Wir lassen die Geräusche, die Sprache des Waldes auf unsere Sinne wirken. Besonders empfehlenswert ist der Pfad im Frühling oder Herbst - wenn die sporadisch Spalier stehenden Buchen ihr lindgrünes oder buntes Kleid angelegt haben.
Immer wieder entdecken wir markante Grenzsteine mit
sehenswerten alten Landeswappen.
Wenn wir nach 8 km den Wald verlassen, liegt vor uns in Wiesen eingebettet, der Weiler "Zwieselberg"- ein Stadtteil von Freudenstadt. Besonders ins Auge fällt uns die kleine Holzkirche,
ein Hauch Skandinavien im Schwarzwald.

In früheren Zeiten hatten drei Gastwirte ihr Auskommen, bei nur wenigen Einwohnern. Es war das Hotel Hirsch und die Gasthöfe Auerhahn und Tannenhof. Es waren Domizile der Ruhe für Kurgäste- oder wie man sie früher auch bezeichnete: der "Sommerfrischler."
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Den weiteren Fußweg zurück zum Kniebis finden wir, wenn wir nach rechts zum Ortsausgang gehen - dann nach ca 250 m entlang der Fahrstrasse (sie führt nach Bad Rippoldsau) wir verlassen sie, wieder nach rechts gehend und befinden uns nun auf dem Hütterichweg. Vorbei an der Hahnenhütte, immer der Wegbeschilderung folgend  zurück nach Kniebis.
Alternativ können wir vom Zwieselberg mit dem Bus über Freudenstadt (umsteigen) oder Bad Rippoldsau, die Rückkehr zum

Kniebis gestalten.